“Kostolany ist tot”

„Aufklären und erklären kommen viel zu kurz in der Beratung; die Kunden werden nicht mitgenommen. Stattdessen bekommen sie Produkte angedreht, die sie eigentlich gar nicht brauchen, die aber viel kosten.“ sagt der Finanzcoach aus Mainz.

Auszug aus dem Interview:

Handelsblatt: Herr Sommese, wozu brauchen die Deutschen Finanzcoaches?
Antonio Sommese: Weil viele von ihnen ihr Vermögen nicht strukturieren können. Ich gebe Ihnen ein Beispiel: Kurz vor Weihnachten war eine Kundin bei mir. Die Frau genießt ihre Rente, hat in etwa ein Vermögen von einer halben Million Euro. Die Hälfte davon hat sie auf ein Festgeldkonto gepackt, die andere steckt in Aktien; das Aktiendepot wiederum besteht zur Hälfte aus SAP-Papieren. Wie Sie unschwer erkennen können, ist das kein sonderlich ausgewogenes Depot. Den Begriff Klumpenrisiko hat die Dame offenbar nie zuvor gehört.

Handelsblatt vom 03.01.2011

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