Was sich zunächst anhört wie ein Steuergeschenk erster Wahl, kann oft tiefe Löcher in die Kasse reißen.

DenkmalschutzimmobilienDenkmalschutzimmobilien können für den Anleger eine lohnenswerte Investition sein, da der Modernisierungsanteil der schützenswerte Immobilien bis zu 100% steuerlich abzugsfähig ist.

„Eine legale Möglichkeit, Steuern zu sparen, denken sich viele und greifen zu. Die oft unzureichende Informationslage verwandelt das Steuergeschenk aber oft in ein Finanzfiasko“, meint Antonio Sommese, anerkannter Finanzstratege.

Der eingeplante Steuervorteil wird schnell zum Nachteil, wenn die Eigentümer nicht rechtzeitig einen Antrag auf die steuerliche Bescheinigung bei der zuständigen Behörde stellen. Dieser Antrag muss zwingend vor Beginn der Sanierungsarbeiten gestellt werden, da eine Abschreibung sonst nicht mehr möglich ist.

„Es gibt aber noch weitere Tücken, die eine Abschreibung minimieren oder sogar verhindern. So gilt die steuerliche Subvention allein für Häuser, die Denkmalgeschützt sind. Hebt die Sanierung den Denkmalschutz auf, weil zum Beispiel Stuckelemente oder historische Monumente entfernt werden, gibt es keine Abschreibungsmöglichkeit mehr. Die baurechtliche Genehmigung berücksichtigt diese Tatsache meist nicht.“

Anleger sollten deshalb streng darauf achten, das Schützenswerte nicht in den heutigen Normalzustand zu versetzen. Schon moderne Türen oder Fenster, die nicht aus Holz gefertigt sind, gefährden die steuerliche Erstattung.

„Anleger, die eine Investition in Denkmalschutzimmobilien planen, sollten sich vorab umfassend informieren und das Objekt mit Fachleuten eingehend prüfen. Von der Gefahr, die Sanierung nicht abschreiben zu können, einmal abgesehen, kommt auch die Steuerrückerstattung erst später, dass der Anleger die komplette Sanierung vorfinanzieren muss“, so der Finanzstratege.

Sommese rät daher nur mit wirklichen Fachleuten zu arbeiten, welche im Bereich der Denkmalimmobilie auf jahrzehntelange Erfahrung mit entsprechenden Referenzen aufwarten können wie z. B. eine Terraplan aus Nürnberg.